Ein Master-Asset ist Ausgangspunkt, kein fertiger Multi-Channel-Post
Wer ein einziges Bild für alle Plattformen exportiert, überlässt den wichtigsten Ausschnitt dem automatischen Crop. Produkt, Logo oder Text können dadurch außerhalb der sichtbaren Fläche liegen. Besser ist ein hochwertiges Master-Asset mit ausreichend Rand und getrennten Layoutvarianten für vertikale, quadratische und horizontale Flächen.
Plane wichtige Elemente in einer inneren Safe Area. Plattformen legen Bedienelemente, Accountname, Beschreibung oder CTA über das Medium. Besonders bei vertikalen Videos sollte die Kernbotschaft weder am oberen noch am unteren Rand stehen. Eine Vorschau muss diese Überlagerung simulieren, statt nur die Datei anzuzeigen.
Eine kleine Formatmatrix für die Produktion
Für TikTok und vertikale Kurzvideos ist 9:16 der wichtigste Ausgangspunkt. YouTube ordnet quadratische oder vertikale Videos bis zur geltenden Maximallänge als Shorts ein; klassisches Long-Form bleibt meist horizontal. Pinterest empfiehlt für Standard-Pins 2:3, weil sehr hohe Pins im Feed beschnitten werden können. Instagram braucht je nach Ziel Feed-, Story- oder Reel-Varianten.
Diese Verhältnisse sind Produktionsziele, keine Garantie für unveränderte Darstellung auf jedem Gerät. Plattformen ändern Oberflächen und Spezifikationen. Deshalb sollten Teams die offiziellen Dokumentationen vor größeren Kampagnen prüfen und die eigene Vorschau auf tatsächliche Safe Areas testen.
- TikTok und vertikale Shorts: 9:16 als Vollbild-Basis
- Pinterest Standard-Pin: 2:3, typischerweise 1000 × 1500
- Instagram Feed: 4:5 für vertikale Präsenz, 1:1 bei quadratischer Gestaltung
- Stories und Reels: 9:16 mit großzügiger Safe Area
- X oder LinkedIn: horizontal oder quadratisch je nach Inhalt; Text-only darf ohne leere Medienfläche erscheinen
Text und Hook gehören zum Format
Ein vertikales Video braucht einen verständlichen Einstieg, bevor der Nutzer weiterscrollt. Ein Pinterest Pin muss seine Idee auch als Standbild vermitteln. Ein LinkedIn-Beitrag darf mehr Kontext geben, während ein kurzer TikTok-Text eher die Szene ergänzt. Nur die Zeichenlänge zu kürzen ist keine echte Anpassung.
Schreibe pro Kanal eine eigene erste Zeile und entscheide danach, ob derselbe CTA sinnvoll bleibt. Ein Produktlink kann auf Pinterest passen, eine Frage kann auf LinkedIn bessere Diskussionen auslösen und ein kurzer visueller Beweis kann im Video stärker sein als eine ausführliche Behauptung.
Vor dem Freigeben braucht jeder Beitrag eine echte Vorschau
Die Vorschau zeigt Logo, Account, Text, Medium, Seitenverhältnis und optionales Cover so, wie der Beitrag tatsächlich vorbereitet ist. Eine schwarze Videofläche, ein falsches Logo oder ein leerer großer Bildbereich sind keine kosmetischen Fehler: Sie verhindern eine belastbare Freigabe.
Prüfe Desktop und Mobile. Auf kleinen Displays dürfen Buttons nicht abgeschnitten werden, lange Texte müssen umbrochen werden und Medien dürfen keinen horizontalen Overflow erzeugen. Wenn ein Kanal text-only unterstützt, sollte die Karte kompakt bleiben.
Export- und Freigabecheckliste
Vor der Planung sollte jede Variante dieselben Mindestprüfungen bestehen. Die Liste ist bewusst kanalunabhängig und wird durch plattformspezifische Limits ergänzt.
- richtiger Zielkanal und Account
- passendes Seitenverhältnis und ausreichende Auflösung
- Kernmotiv und Text innerhalb der Safe Area
- korrektes Logo und Cover
- lesbarer Hook ohne abgeschnittene Wörter
- Alt-Text oder Beschreibung, wo unterstützt
- keine internen URLs, Dateinamen oder technischen IDs
- Vorschau auf Smartphone-Breite geprüft
FAQ
Kann ich ein 9:16-Video überall verwenden?
Technisch akzeptieren manche Plattformen mehrere Verhältnisse. Für Feed, Vorschau und Desktop kann jedoch eine eigene Variante sinnvoll sein. Entscheidend ist die sichtbare Komposition, nicht nur ein akzeptierter Upload.
Warum wird ein Pinterest Pin abgeschnitten?
Pinterest empfiehlt für Standard-Pins 2:3. Höhere Formate können im Feed gekürzt dargestellt werden, weshalb wichtige Inhalte innerhalb dieses Formats liegen sollten.
